Ich arbeite seit vielen Jahren an den Schnittstellen von Kommunikation, Krise und Konflikt. Mein beruflicher Hintergrund verbindet journalistische Ausbildung, strategische Kommunikationsarbeit und langjährige praktische Erfahrung in Organisationen, in denen Entscheidungen unter öffentlicher Beobachtung getroffen werden müssen.
Kommunikation verstehe ich dabei nicht als Verpackung, sondern als Instrument zur Klärung: von Interessen, Erwartungen, Risiken und Verantwortlichkeiten. Besonders dann, wenn Situationen komplex, emotional oder politisch aufgeladen sind.
Beruflicher Weg
Meine berufliche Laufbahn begann im Journalismus. Nach einem Volontariat bei der Neuen Südtiroler Tageszeitung in Bozen arbeitete ich dort auch als Redakteur. Diese Zeit prägt meine Arbeitsweise bis heute: gründliche Recherche, präzise Sprache, Trennung von Fakten und Bewertungen – und ein waches Gespür dafür, wie Informationen aufgenommen und weiterverarbeitet werden.
Später wechselte ich in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie in beratende Funktionen. Ich war unter anderem als Pressesprecher im kirchlichen Kontext tätig, arbeitete für Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz und war in der strategischen Kommunikation und Beratung bei Deloitte eingebunden. In diesen Rollen ging es nicht nur um klassische Medienarbeit, sondern um interne Kommunikation, Positionierung, Krisenbegleitung und den Umgang mit sensiblen Themen.
Heute liegt ein Schwerpunkt meiner Arbeit in der Projekt- und Akzeptanzkommunikation, insbesondere im Umfeld von Infrastruktur- und Energieprojekten. Als Relationship Manager begleite ich Dialogprozesse, in denen unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen: Kommunen, Projektträger, Bürgerinitiativen, Behörden und politische Akteure. Ziel ist dabei nicht Zustimmung um jeden Preis, sondern Verständigung auf Augenhöhe.
Krisen- und Konfliktkommunikation
Krisen sind selten rein kommunikative Probleme – aber sie werden fast immer durch Kommunikation entschieden. In meiner Arbeit beschäftige ich mich deshalb intensiv mit der Frage, wie Organisationen in angespannten Situationen handlungsfähig bleiben, Vertrauen erhalten oder zurückgewinnen und Eskalationen vermeiden können.
Das betrifft klassische Krisenkommunikation ebenso wie langfristige Konfliktlagen: gesellschaftliche Auseinandersetzungen, Akzeptanzprobleme, institutionelle Vertrauensverluste. Mein Ansatz ist analytisch, strukturiert und praxisnah. Ich arbeite lieber an tragfähigen Lösungen als an kurzfristigen Schlagzeilen.
Katastrophenschutz und Bevölkerungsschutz
Der Katastrophenschutz begleitet mich seit mehr als 35 Jahren. Mein Einstieg erfolgte früh im Ehrenamt, zunächst bei den Maltesern, später und bis heute beim Deutschen Roten Kreuz. Über diese lange Zeit habe ich den Bevölkerungsschutz aus sehr unterschiedlichen Perspektiven kennengelernt: operativ im Einsatz, organisatorisch in Führungsfunktionen und kommunikativ an den Schnittstellen zwischen Einsatzkräften, Behörden, Medien und Öffentlichkeit.
Beim DRK war und bin ich in der Bereitschaft des Kreisverbandes Görlitz Stadt und Land engagiert, unter anderem auch in leitenden Funktionen. Die Einsatzrealität reichte dabei von Hochwasser- und Großschadenslagen über die Betreuung Betroffener bis hin zur Versorgung von Einsatzkräften. Diese Erfahrungen haben mein Verständnis dafür geschärft, wie komplex Katastrophenlagen tatsächlich sind – und wie entscheidend klare Strukturen, verlässliche Kommunikation und ruhige Entscheidungsprozesse unter Zeitdruck sind.
Neben der operativen Arbeit habe ich mich zunehmend mit den kommunikativen Herausforderungen im Katastrophenschutz beschäftigt: Wie informiert man die Öffentlichkeit sachlich, schnell und verantwortungsvoll? Wie vermeidet man Gerüchte, Eskalationen und Vertrauensverlust? Und wie gelingt die Abstimmung zwischen Einsatzleitungen, Verwaltungen und Medien in Situationen, in denen jede Aussage Wirkung entfaltet?
Katastrophenschutz endet für mich nicht mit dem Einsatz. Er beginnt lange vorher – mit Vorbereitung, Risikokommunikation und realistischen Erwartungen – und wirkt weit darüber hinaus. Dieses Verständnis prägt meine heutige Arbeit in der Krisen- und Konfliktkommunikation ebenso wie in der Beratung und Moderation komplexer Prozesse. Die Erfahrung aus 35 Jahren Bevölkerungsschutz fließt dabei nicht als Theorie ein, sondern als gelebte Praxis.
Haltung und Arbeitsweise
Ich arbeite strukturiert, analytisch und dialogorientiert. Mir ist wichtig, Zuhören ernst zu nehmen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und Kommunikation nicht als Einbahnstraße zu begreifen. Besonders in konfliktbehafteten Kontexten geht es weniger um schnelle Lösungen als um belastbare Prozesse.
Meine Arbeit richtet sich an Organisationen, Projekte und Akteure, die bereit sind, sich mit komplexen Fragen auseinanderzusetzen – und die Kommunikation nicht als Risiko, sondern als Verantwortung verstehen.
Und sonst so
Abseits von Krisenkommunikation, Strategie und allem, was mit großen Linien zu tun hat, gibt es bei mir auch eine etwas andere Leidenschaft: Liköre. In Görlitz entstehen unter dem Label Kremser Liköre handwerklich gefertigte Spirituosen mit eigenem Charakter – nicht Masse, sondern Aromen, die man so nicht aus dem Regal kennt. Die Herstellung ist geprägt von Tradition, Experimentierfreude und dem Anspruch, Geschmack neu zu denken, und das Ergebnis ist eine Auswahl feiner Liköre, die bei der London Spirits Competition 2024 gleich mehrfach mit Silber ausgezeichnet wurden. Für Freunde des langsamen Genusses und Neugierige, die gern abseits des Mainstreams probieren, lohnt sich ein Blick in den Online-Shop: kremser-likoere.de – hier findest du die aktuellen Sorten, Geschichten zu den Rezepturen und die Möglichkeit, direkt zu bestellen.
Transparenz-Hinweis
Ich bin Mitglied in folgenden Vereinen:
Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin e.V.
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Görlitz Stadt und Land e.V.
Familienbund der Katholiken in den Bistümern Dresden-Meißen und Görlitz e.V.
Gesellschaft Katholischer Publizistinnen und Publizisten Deutschlands (GKP) e.V.
Gorlitia zur Landeskrone e.V.
Malteser Hilfsdienst e.V.
Tourismusverein Görlitz (TVG) e.V.
Ich bin Mitglied in folgenden Gremien:
Versammlung der Sächsischen Landesmedienanstalt
Ich betreibe folgende Social-Media-Profile:
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